KikueMiyatake

ParadiseoutoftheDarkness

1990
2009

„Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus vielen verschiedenen Ländern verbanden wir uns durch unsere Kunst.“

Interview 2025

Kikue Miyatake wurde 1954 in Kurashiki (Japan) geboren. Die Bilder der vielfach ausgezeichneten Künstlerin wurden weltweit ausgestellt. An der East Side Gallery schuf sie als einzige beteiligte Japanerin das abstrakte Bild „Paradise out of the Darkness” (Ein Paradies aus der Dunkelheit“).

Kikue Miyatake im Interview

Bedeutung ihres Bildes

Wer ist Kikue Miyatake?

Wie kamst du zur East Side Gallery?

Eindrücke des geteilten Berlins 1988

Wie hast du vom Mauerfall erfahren?

Die Sanierung von 2009

Die Bedeutung der East Side Gallery heute und damals

Der blaue Ring in Miyatakes Mauerbild „Paradise out of the Darkness” soll die gemeinsame Kraft der beiden deutschen Staaten darstellen. Die Farbwolken stehen für einen „Blütenrhythmus der Liebe“, ein grauer Fleck für die Berliner Mauer. 1990 wurden zwölf Mauerbilder, darunter auch Miyatakes Mauerbild, vandalisiert. Sie kehrte umgehend aus New York, ihrem damaligen Wohnort, nach Berlin zurück, um ihr Mauerbild zu restaurieren. Dabei integrierte sie eine Straßenlaterne auf dem Gehweg in ihr Bild und fügte die Worte „Save Art from Violence“ hinzu. Später änderte sie ihn in „All you need is hope“ und „Coexist“. Hoffnung ist für Miyatake der Schlüssel zur Zukunft. Das Mauersegment mit ihrem Bild wurde 1997 im Zuge von Bauarbeiten in den Park hinter der East Side Gallery versetzt.

Kikue Miyatake, Paradise out of the Darkness mit dem später von der Künstlerin hinzugefügten Spruch „all you need is hope” (alles, was man braucht, ist Hoffnung), 1997
Kikue Miyatake, Paradise out of the Darkness mit dem später von der Künstlerin hinzugefügten Spruch „all you need is hope” (alles, was man braucht, ist Hoffnung), 1997
Kikue Miyatake bei der Entstehung ihres Mauerbildes, 1990
Kikue Miyatake bei der Entstehung ihres Mauerbildes, 1990

Miyatake schloss 1978 ein Jurastudium an der privaten Chūō-Universität in Tokio ab. In New York City erlernte Miyatake das expressionistische Malen. 1988 wurden ihre Werke, die oftmals politisch oder gesellschaftlich einschneidende Ereignisse thematisieren, erstmals in Deutschland ausgestellt. Einige Kunstmuseen haben Miyatakes Bilder in ihrer Sammlung. Heute lebt Miyatake in Japan.

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