Direkt an der East Side Gallery steht ein unscheinbares, aber seltenes Zeugnis der Berliner Mauer: das ehemalige Pförtnerhaus im früheren Grenzstreifen. Die Stiftung Berliner Mauer und die Wüstenrot Stiftung haben das ehemalige Pförtnerhaus an der East Side Gallery instandgesetzt und in seinen bauzeitlichen Zustand von 1977 zurückgeführt – so, wie es einst Teil der streng organisierten DDR-Grenzanlagen war. Seit 2020 ist es als Denkmal des Landes Berlin eingetragen.
Nach dem Mauerfall diente das Gebäude für mehr als 30 Jahre als Souvenirkiosk. Die Umgestaltungen in dieser Zeit verdeckten zunehmend den historischen Charakter des Hauses. Als die Sanierung begann, waren nur wenige Elemente aus der DDR-Zeit erhalten.
Die Restaurierung folgte daher dem Prinzip der behutsamen Rückführung: Fenster- und Türöffnungen wurden rekonstruiert, die Attika verkleinert, Fensterbänke und -gitter nach historischen Vorlagen neu gefertigt und die bauzeitliche Farbfassung der Außenfassade mit weißen Flächen und grauen Rahmen wiederhergestellt. Innen wurde das Gebäude neu strukturiert, um es als modernen Informationsort nutzen zu können.
Seit Januar 2025 ist das Pförtnerhaus wieder geöffnet – als zentrale Besuchsinformation an der East Side Gallery. Hier beginnt für Gäste aus aller Welt der Einstieg in die Geschichten des historischen Ortes.